Vanillequitten
23. November 2017 | Süßes
Quitten sind für mich Kindheitserinnerung. Aufgewachsen an der Nordsee besuchten wir jeden Sommer die Großeltern im Odenwald. Und in deren (Nutz) Garten stand ein Quittenbaum neben vielen anderen Obstbäumen. Reineclauden, Äpfel, Birnen, Pflaumen, das hatten wir auch im eigenen Garten, aber Quitten hatte ich in Norddeutschland nie gesehen, die gab es nur bei den Großeltern. Oma Annas Quittengelee war für mich das Größte!
Als ich selbst anfing, zu gärtnern und zu kochen, pflanzte ich zwei Quittenbäume – eine Apfel- und eine Birnenquitte. Die Gärten wechselten, ein Quittenbaum stand in jedem, und auch heute bin ich glückliche Besitzerin eines Quittenbaumes am Rande von Hamburg. Als leidenschaftliche Köchin ist es also kein Wunder, dass Quitten in unserer Familie zum kulinarischen Jahreslauf gehören.
Heute stelle ich euch zwei Rezepte für Vanillequitten vor: Einmal frisch gekochte Vanille-Weißwein-Quitten, die man prima zu Wildgerichten reichen kann, die aber auch ganz wunderbar als Dessert zu einem herben Schokokuchen gereicht werden können. Und dann das ganze zum Bevorraten für den Winter, denn der herbstlichen Quittenschwemme muss man ja auch irgendwie Herr bzw. Frau werden. Wohl dem, der einen Quittenbaum sein eigen nennt!
Vanillequitten in Weisswein
(z. B. „Gewürzschlawiner“ von Lisa Bunn)
Quitten mit Weißwein, Zucker, Vanillemark und Schote zum Kochen bringen und 25 – 30 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind.
Den Kochsud etwas andicken. Dazu Kartoffelstärke in etwas Wasser anrühren und in den kochenden Sud einrühren.
Vanillequitten als Wintervorrat
2 L Wasser, Zucker und ausgekratztes Mark der Vanille und die Schoten aufkochen. Quitten portionsweise hineingeben und 25 - 30 Minuten sprudelnd kochen bis sie weich sind. Immer nur so viele Quitten auf einmal hineingeben, dass sie bedeckt sind.
Quitten mit der Rundung nach außen in Gläser schichten. Den heißen Aufguss randvoll aufgießen und die Twist-off Gläser verschließen.
Als Dessert servieren oder als Beilage zu Wildgerichten reichen.
Hinterlass mir eine Nachricht
Torte – ganz meditativ
Blauschimmelkäse, Spinat und Pasta – eine wunderbare Verbindung. In diesem Fall auch optisch ein echtes Highlight. Übrigens: Makkaroni in Spiralen zu legen, hat etwas Meditatives…
WeiterlesenKnödel wie auf der Alm!
Nicht nur weil sie so gut schmecken, nein, auch weil sie eine tolle Resteverwertung sind (Ihr wisst schon: „Zu gut für die Tonne“ und so). Wir werfen kein Stück altes Brot weg. Wir schneiden es in kleine Würfel, lassen es trocknen und verarbeiten es zu Knödeln. Und wer schon mal in den Bergen war, der weiß, wie gut die Knödelgerichte oben auf den Hütten schmecken. Semmelknödel oder Speckknödel in Brühe oder auf Krautsalat wie auf der Alm? Auf geht‘s!
WeiterlesenCicchetti in Venedig
Zunächst dachte ich ja ehrlich gesagt, was die Venezianer bloß mit ihren „belegten Broten“, diesen Crostini, also Canapées, hätten. Heute weiß ich: Man muss sich darauf einlassen und Cicchetti wie die Tapas in Spanien bei einem Gang durch mehrere Weinstuben Venedigs genießen. Dann kommt man sehr schnell dahinter, was den besonderen Charme dieser herzhaften Kleinigkeiten ausmacht.
Weiterlesen